Blind im Wald

Warum ich den Wald liebe, wie ich dort alleine blind wandern kann, wie ich ihn erlebe, welche Herausforderungen es gibt und was mich dort besonders interessiert.
Hinweis: Die Projektvorschläge für das SchlüsSL-Seminar befinden sich hier.

Warum ich den Wald liebe

Nachdem ich 1993 erblindete, war mein größter Traum, mich wieder alleine und unabhängig in der Natur bewegen zu können. 2011 wurde dieser Traum wahr. Das hat meine Lebensqualität enorm verbessert! Ich möchte mithelfen, anderen blinden Menschen ähnliche Möglichkeiten zu eröffnen.

Ich bin gerne in der Natur, wandere mit meinem Hund täglich stundenlang durch den Habichtswald bei Kassel, sitze oder liege auf Bänken, geniesse die Atmosphäre. Dort kenne ich fast alle Wege und Pfade, mindestens 30 Kilometer insgesamt, und kann mich gut mit dem Blindenstock und einer App auf meinem iPhone orientieren.

Ich liebe das Gefühl von Weite und Geborgenheit in einem großen Wald. Die Bäume bieten Schutz, die Wege Freiheit. Ich fühle mich unabhängig, begegne anderen Menschen auf gleicher Augenhöhe und vergesse oft, dass ich blind bin.

Wald verändert sich ständig und doch bleibt er stets gleich. Im Wald zu sein, fühlt sich immer etwas anders an, je nach Jahreszeit, Wetterlage, menschlichen Begegnungen und der eigenen Stimmung. Für mich gibt es fast nichts Schöneres, als an einem sommerlichen Sonntag bereits kurz nach Sonnenaufgang alleine im menschenleeren Habichtswald unterwegs zu sein. Nichts stört dann die friedliche Atmosphäre. Die Zivilisation schläft noch, aber die Natur ist schon wach.

Manchmal träume ich beim Gehen derart vor mich hin, dass ich mich an die letzten Kilometer meiner Wanderung überhaupt nicht erinnern kann. Und das als Blinder! Einen besseren Beweis für die entspannende Wirkung eines Waldspaziergangs gibt es wohl nicht. :-)

Wie ich den Wald erlebe

Ich höre den Gesang und die Rufe der Vögel, schwirrende Insekten, gemütlich summend oder vorbeirasend, den Wind in den Bäumen, das Rascheln von trockenem Laub, durch das sich Ameisenstraßen schlängeln oder in dem Mäuse und Vögel nach Nahrung suchen.
Irgendwo im Unterholz knacken Äste. Der weit hallende Ruf eines Rabenvogels. Das laute Klopfen der Spechte. Flatterndes Schlagen von Vogelschwingen. Die Geräusche, wenn mein Hund durch trockenes Laub schnüffelt oder durch Pfützen und matschige Gräben watet. Geräusche von rennenden Hunden, manchmal klappernde Pferdehufe.
Das Knirschen von Steinchen unter meinen Schuhsohlen. Im Winter auch das Knirschen beim Gehen im Schnee. Die Umgebungsklänge ändern sich, wenn der Bewuchs wechselt oder das Gelände sich öffnet.

Weit entfernte Geräusche der Zivilisation. Stimmen anderer Spaziergänger, bellende Hunde. Ab und zu durchbricht der Lärm von Motorsägen, Flugzeugen oder Hubschraubern die friedliche Atmosphäre.

Wenn ich meine geliebten Barfußschuhe mit extrem dünner Sohle anhabe, bewege ich mich fast lautlos. Auf den schmaleren Pfaden spüre ich dann auch viele der kleinen Unebenheiten wie Wurzeln, Ästchen, Bucheckern, Eicheln und bröckelnde Erde. Besonders toll ist es, die Zehen bei leicht matschigen Stellen durch die sehr flexible Schuhsohle in den weichen Untergrund zu drücken. An manchen Stellen ist der Waldboden federnd. Nur der Blindenstock und das Glöckchen meines umherstreunenden Hundes verursachen dann ab und zu ein Geräusch.

plätscherndes Wasser im Bach, der Klang von Regentropfen im Blätterdach, die Temperaturänderung beim Wechsel von Sonne und Schatten auf der Haut. Gleichmäßig starker Wind, rauschende Wipfel, leichte Brisen, laue Lüftchen, die Baumkronen peitschende Sturmböen oder auch völlige Windstille.

Aromen steigen in die Nase. Sprießendes Grün, duftende Blüten, riechbare Pilze. Klare kalte oder samtig weiche Waldluft. Frisch geschlagenes Holz, das Harz der am Wegesrand aufgeschichteten Baumstämme. Gerüche von Tannennadeln, feuchtem Herbstlaub, Brennnesseln, vermoderndem Holz, selten auch mal irgendwie intensive, scharfe Wildtiergerüche oder etwas Verwesendes.

Gerüche ändern sich je nach Witterung, Luftfeuchtigkeit, nach einem Regen oder im Nebel. Kühle feuchte Luft in Niederungen zwischen Hügeln, plötzliche Temperaturänderungen, wenn sich das Mikroklima ändert, wie beispielsweise wenn man aus dichtem Baumbewuchs heraus an einer freien Fläche vorbeikommt.

Beim Verweilen auf Bänken oder auf dem Boden am Bachufer sitzend, machen sich meine Hände oft selbstständig, ohne dass ich mir dessen immer bewusst bin. Sie erforschen die Umgebung, finden Stöckchen, Rindenstückchen, Baumfrüchte wie Tannenzapfen, Eicheln oder Bucheckern, ertasten und zerbröseln sie. Meine Finger wühlen in Tannennadeln und bohren im lockeren Boden, finden Steine und feine Wurzelgeflechte, erkunden Strukturen, pulen an morschen Stellen der Holzbank, kratzen etwas Moos ab, zupfen an Grashalmen, zerreiben Blätter. Vorbeikommende Hunde werden gekrault und gestreichelt, gelegentlich auch mal ein Pferd.

Bei meinen täglichen Spaziergängen komme ich am Waldrand auch immer an einem kleinen Pferdestall mit Wiese vorbei. Dort höre ich weidende Pferde Gras rupfen und zerkauen. Gelegentliches Schnauben, auftretene Hufe, das Sirren des Schweifs, mit dem Fliegen vertrieben werden. Es riecht wunderbar nach frisch gemähtem Rasen. Andere Gerüche stammen von Heu und Pferdeäpfeln, manchmal auch von verschwitztem Fell, gemischt mit dem würzigen Duft von Mitteln, die Bremsen und Fliegen abhalten sollen. Wenn ich nah genug dran bin, kann ich auch das Leder von Sätteln riechen. In der Nähe des Misthaufens liegt gelegentlich ein etwas scharfer Amoniakgeruch in der Luft. Seit einiger Zeit gibt es dort jetzt auch eine Hühnerschar, die die Atmosphäre mit ihren ganz eigenen Tönen bereichert. Und morgens natürlich das Kikiriki des Hahns. :-)

Wie ich mich im Wald orientiere oder Die Wichtigkeit von Waldwegen

Die gute Nachricht zuerst. Viele unserer Wälder sind bereits ziemlich blindenfreundlich. :-)

Für einen blinden Fußgänger sind die Wege das Wichtigste im Wald. Es gibt nur wenige Abzweigungen und Kreuzungen. Wege führen immer nur in zwei Richtungen. Sie sind meist sehr gut vom Waldboden zu unterscheiden, auch wegen fehlendem Laub und Pflanzenbewuchs. Daher kann man gut auf der gewünschten Route bleiben und verläuft sich nicht so leicht. Vereinfachend kann man sagen, dass es drei Sorten von Wegen gibt: Breite, geschotterte Forststraßen, angelegte Wanderwege und schmale Trampelpfade.

Die Hauptwege sind Forststraßen und blind sehr einfach begehbar. Sie gehen meist geradeaus. Wegen dem Halbrundprofil gibt es fast nie schlammige Stellen, auch keine Pfützen bzw. Schlaglöcher. Der Nachteil ist, dass sich diese steinigen Wege nicht wirklich nach Wald anfühlen.

Auf den kleinen Waldpfaden mit Barfußschuhen zu gehen, ist ein herrlich sinnliches Gefühl. Der Nachteil ist, dass die Orientierung auf diesen Pfaden oft schwierig ist. Man muss sich meist auf den Weg konzentrieren. Schlammige Stellen und Pfützen, sowie Herbstlaub, Schnee und Eis erschweren hier die Orientierung mit dem Stock und machen sie manchmal sogar unmöglich, ebenso wie über den Weg gestürzte Bäume. Wenn man aus Versehen einmal mehrere Meter vom Weg abkommt, findet man ihn mit dem Stock oft nur sehr schwer wieder. Oder gar nicht. Dann wird es spannend und Peggy bekommt ihr Führhundgeschirr angezogen und muss mich retten. :-)

Für die Orientierung nützlich sind unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten, Gefälle/Steigungen, bestimmte Charakteristika des Weges, weit entfernte Straßenverkehrsgeräusche oder Kirchenglocken und ganz selten auch die Windrichtung und der uhrzeitabhängige Stand der Sonne, die man auf der Haut spüren kann. Und natürlich vor allem das Wissen um die existierenden Wege, Kreuzungen und Abzweigungen um einen herum! Siehe dazu auch meine Initiative:
Taktile Karten aus dem 3D-Drucker

Auf guten Wegen führe ich den Blindenlangstock abwechselnd mit beiden Händen. Das verhindert Ermüdungserscheinungen. Auf den geraden Forststraßen ist das normale Pendeln mit dem Stock kaum nötig, da man fast nie auf Hindernisse stösst und es immer nur geradeaus geht. Ich halte ihn dann oft nur schräg vor mich, um mich abzusichern.

Ich orientiere mich auch gerne an den Geräuschen, die mein Hund verursacht. Die Gehrichtung erhöre ich beispielsweise oft unbewusst aus dem Klingeln von Peggys Glöckchen, die gerne etwas parallel versetzt von mir läuft. Am Anfang meist hinter, auf dem Rückweg fast immer vor mir. Ich brauche ihr dann eigentlich nur noch hinterherlaufen und muss mich kaum mehr konzentrieren. Es ist schon ein Vorteil, wenn man einen faulen, phlegmatischen Labrador hat… :-)

Wenn Peggy abseits des Weges geht, höre ich oft raschelndes Laub, was mir verrät, wo der Wegesrand ist. Sie läuft auch gerne durch Wasser und das Platschen warnt mich dann vor Pfützen. Wenn es auf dem ganzen Weg nur eine einzige Schlaglochpfütze gibt, trete ich übrigens garantiert hinein. Aus diesem Grund muss ich nach Regen immer wasserdichte Schuhe anziehen.

Der barrierefreie Wald

Eine relativ einfache Möglichkeit, die Barrierefreiheit im Wald zu verbessern ist, die Oberflächenbeschaffenheit von Waldwegen zu optimieren. Im meinem Habichtswald gibt es beispielsweise einige schmale Pfade, bei denen vor vielen Jahrzehnten offenbar mal etwas Schotter aufgebracht wurde und deren Benutzbarkeit davon auch heute noch profitiert. Das Resultat ist nachhaltig. Mit dem Blindenstock kann man diese festgetretenen Pfade wegen den vielen immer noch in der Erde steckenden Steinchen oft gut ertasten. Auf der festen Oberfläche bleibt auch kein Laub liegen, weil es vom Wind nach einiger Zeit immer auf den umgebenden Waldboden bewegt wird. Auch die Überwucherung durch Pflanzen wird verhindert.

Wenn die festere Wegoberfläche breit genug ist, können sich darauf auch Menschen im Rollstuhl oder mit anderen Mobilitätshilfen gut bewegen. Heutzutage gibt es davon viele mit Elektro-Antrieb, so dass Steigungen kein Problem mehr darstellen, sehr matschige oder unebene Stellen aber schon. Solche Hindernisse sind auch für Menschen mit Kinderwagen oder unsicherem Gang problematisch. Das gilt auch für ungeübte und zu schnelle Fahrradfahrer.
Siehe auch: Barrierefreiheit im Wald (Waldwissen.net)

Wald für Alle

Warum der Wald für alle Menschen zugänglich sein sollte…
(in Arbeit, eigentlich selbsterklärend)

Sitzgelegenheiten und Sackgassenpfade: Verweilen im Wald

Für die meisten Menschen ist der Aufenthalt im Wald gleichbedeutend mit Bewegung. Dabei kann man im Wald auch wunderbar nichts tun und nur die Atmosphäre geniessen. Dafür braucht man Sitzgelegenheiten wie Bänke, Baumstämme oder große Steine. Diese machen den Wald auch für gesundheitlich beeinträchtigte und ältere Menschen barrierefreier. Auch Einzelsitzplätze und Liegemöglichkeiten sind vorstellbar.

Neue Sitzgelegenheiten ließen sich mit Patenschaften finanzieren. Denkbar wären Teil- oder Vollsponsoring, private und gewerbliche Stifter, selbst auswählbare Aufstellplätze und dezente, zum Waldambiente passende Inschriften als Anreiz. Die Sitzplätze sollten nachhaltig, also möglichst lange benutzbar sein. Verrottete Bänke sollten erneuert werden.

Es ist schade, dass Bänke im Wald bislang immer nur direkt an den Durchgangswegen stehen. Sitzgelegenheiten am Ende Kurzer Sackgassenpfade würden mehr Privatsphäre ermöglichen und den Besuchern das Gefühl geben, auch mal ganz alleine im Wald zu sein. „Waldbesitzer sein“ für kurze Zeit. :-).
Siehe auch: Der möblierte Wald (Waldwissen.net)

Flurnamen

Wege und besondere Orte brauchen Namen für Wegbeschreibungen, die Benennung von Treffpunkten und die Verortung von Schauplätzen historischer Gegebenheiten oder privater Anekdoten. Namen schaffen Identität. Wegenamen sind auch hilfreich bei der Meldung von Notfällen, weil sie nicht so abstrakt sind wie Rettungspunktnummern.

Projektidee Namenswettbewerb:
Öffentlicher lokaler Wettbewerb zur Findung neuer oder alter, bereits in Vergessenheit geratener Flurnamen. Aus eingereichten Vorschlägen ergibt sich eventuell neues örtliches Wissen. Namensvorschläge mit konkretem Bezug zur Gegend sollten bevorzugt werden. Die Ergebnisse eines solchen Wettbewerbs könnten dann, soweit möglich, in die Datenbanken der großen Kartendatenanbieter eingepflegt werden, auch nachhaltige, lang haltbare Beschilderungen im Wald wären denkbar. Neue oder alte, jetzt fast schon in Vergessenheit geratene Namen für Wege und besondere Orte könnten dann wahrscheinlich jahrhundertelang erhalten bleiben und so dabei mithelfen, lokale Geschichte zu überliefern.

Der sichere Wald

Viele Frauen und gesundheitlich beeinträchtigte Menschen sind nicht gern allein im Wald. Sie haben ein besonderes Sicherheitsbedürfnis. Die realen und gefühlten Risiken sind „böse Menschen“, gesundheitliche Notfälle, Hunde, Wildschweine, vielleicht auch bald Wölfe, Angst vor dem Verirren, herunterfallende Äste, Blitzeinschlag und Funklöcher. Moderne Technologien könnten dabei helfen, das Sicherheitsgefühl dieser Menschen im Wald zu erhöhen und die reale Sicherheit zu verbessern. Beispiele:

  • Spaziergehtreffs für ängstliche/vorsichtige Möchtegern-Waldspaziergänger, mittels Facebook- oder WhatsAppGruppen organisiert, ähnlich wie die Lauftreffs der Jogger. Denkbar wären auch regelmässige wöchentliche Termine, für die keine Verabredungen nötig sind.
  • Konkrete Namensbezeichnungen für Wege und Plätze wären hilfreich bei der Meldung von Notfällen, weil sie nicht so abstrakt sind wie Rettungspunktnummern, von denen die meisten Waldbesucher sowieso keine Ahnung haben. Siehe auch: Rettungspunkte und Rettungskette (Hessen Forst)
  • Spezielle Sicherheits-Apps ermöglichen bei realer oder gefühlter Gefahr eine direkte Videoverbindung mit Dienstleistern, die im Notfall Hilfe schicken und eine Aufzeichnung machen. Sowas kann man auch individuell mit Freunden oder Verwandten organisieren. Es darf aber keine Funklöcher geben.
  • Sichere, videoüberwachte Sitzgelegenheiten zum unbesorgten Verweilen. Ein Problem dabei wäre aber der Datenschutz und die Privatsphäre der Waldbesucher.

Wald, Technik & Web

Moderne Technologien eröffnen völlig neue Möglichkeiten für Forstwirtschaft, Tourismus, Erholung, Barrierefreiheit und die Bedürfnisse verschiedenster Nutzergruppen. Beispiele:

  • In Gebieten mit Funknetzabdeckung könnten Waldbesucher mit ihrem Smartphone auf einfache Weise verschiedene Informationen über ihren aktuellen Standort bekommen, sofern diese von den zuständigen Stellen Online bereitgestellt werden.
  • Für die Nutzung ortsbasierter Dienste/Anwendungen wichtig: Überprüfung, Korrektur/Aktualisierung, Vereinheitlichung und Pflege der Kartendaten und Informationen verschiedener Anbieter, beispielsweise Vermessungsämter, OpenStreetMap, Google, Apple, FourSquare, Yelp. Wo ist es möglich, Namen von Plätzen und Wegen hinzuzufügen oder zu ändern?
  • Weitere Stichworte: Internet der Dinge, QR-Codes, RFID, Bluetooth-Beacons, lokalbasierte Webanwendungen,

Der lokale Wald, „mein Wald“

„Mein Wald“ ist der nordöstliche Habichtswald, angrenzend an das westliche Harleshausen bzw. das nordwestliche Kassel. Dort interessieren mich lokale Geschichte und Geschichtchen, Kindheitserinnerungen und Anekdoten von Leuten aus der Gegend, Försterwissen, Revierwissen von Jägern, Orte von lokaler Bedeutung, Namensbezeichnungen, Kriegsgeschehnisse, historische Kriminalfälle, Anekdoten mit Prominenten, frühere und heutige Besitzverhältnisse, Lost Places, Geocaches, Streitfälle, Konflikte, Klatsch und Tratsch… Was hat hier mal jemand gefunden oder ausgebuddelt? Was ist hier um uns herum mal passiert?

Ich plane einen geführten „Harleshäuser Waldspaziergang“, um dieses spezielle Wissen zu sammeln, zu vermitteln und für die Zukunft zu überliefern. Warum lokales Wissen wichtig ist, was es im Harleshäuser Wald alles gibt, was mich davon besonders interessiert, welche Projektideen ich habe, wo einige meiner Lieblingsplätze sind und was das Web über diesen Wald weiß:
Der Harleshäuser Habichtswald

Der Wald der wilden Schweine

Ein immer wiederkehrendes Thema bei Gesprächen im Wald sind die Wildschweine. Dabei geht es aber immer nur um die potentielle Gefahr und die Schäden, die bei der Futtersuche entstehen. Es geht nie um die sozialen Lebewesen und ihren Alltag. Manche Leute haben Angst vor Wildschweinen. Manche gehen deshalb gar nicht erst in den Wald, zumindest nicht zu bestimmten Zeiten. Sind Wildschweine die Potentiell gefährlichsten Wildtiere in unserer Natur?

Ich plane eine Wildschweinführung für interessierte Menschen. Das ist blindenfreundlich, weil man sowieso nie ein Schwein zu sehen bekommen würde, auch nicht mit einem sehenden Führer. Ich möchte das Wildschwein als soziales Lebewesen präsentieren, auch mal niedlich und bemitleidenswert, nicht nur als Jagdbeute oder gefährlich und Schäden verursachend. Empathie, Storytelling, aus dem Alltag eines Wildschweins. Nicht immer nur die Sicht von Jägern.
Mehr dazu: Wildschweintour

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Der blindenfreundliche Wald. Der barrierefreie Wald. Der seniorengerechte Wald. Der sichere Wald. Der soziale Wald. Der gesunde Wald. Der lokale Wald. Mein Wald. Wald für Alle. Forest4all. Der Wald der wilden Schweine. Wald im Web. Wald und Technik. Taktile Karten aus dem 3D-Drucker. Geodaten. Waldwegenamen. Wegequalität. Wegebau. Sackgassenpfade. Sitzgelegenheiten. Spaziergehtreffs. Sitzplatzsponsoring. Lieblingsplätze. Geschichte und Geschichtchen. Wildschweintouren.

Ich suche Menschen, die ebenfalls in diesen Bereichen aktiv werden möchten oder es schon sind, beispielsweise Forstpraktiker, Wissenschaftler, Waldpädagogen, Autoren, Tourismusexperten, engagierte Privatpersonen, Waldnutzer mit Behinderung, blinde Wanderer, Wildschweinexperten. Austausch und Zusammenarbeit verbessern Motivation und Ergebnisqualität. Zusammen lässt sich mehr bewegen. :-)

Weiterführende Links

Blind Wandern, Barrierefreiheit und der gesunde Wald.

Blind Wandern

Wald und Barrierefreiheit

Der gesunde Wald

** Geschrieben von Per Busch, veröffentlicht im Juli 2018 **

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